Auskunftsrecht

Jeder Betroffene hat Anspruch auf Auskunft √ľber

  • die zu seiner Person gespeicherten Daten
  • den Zweck der Datenverarbeitung
  • die Rechtsgrundlage (nicht in allen Datenschutzgesetzen)
  • die Herkunft der Daten, wenn sie nicht bei ihm selbst erhoben wurden und
  • die Empf√§nger oder Empf√§ngerkategorien, an die seine Daten regelm√§√üig √ľbermittelt werden.

Insgesamt gilt dies nicht nur f√ľr Mitarbeiter, sondern insbesondere auch f√ľr (beispielsweise aufgez√§hlt):

1. Lieferanten
2. Kunden
3. gewerbliche Vermittler (Handelsvertreter, -makler u. a.)
4. Dienstleister (z. B. Werbeagenturen, Buchf√ľhrungsservice)
5. nicht gewerblich Tätige (Freiberufler, Landwirtschaft,...)

Die Auskunft ist schriftlich zu erteilen oder durch Einsicht in geeignete Unterlagen zu ermöglichen.
Im Regelfall ist die Auskunft f√ľr den Betroffenen kostenfrei. Nur dann, wenn der Betroffene wirtschaftliche Vorteile aus der Auskunft erlangen kann (Schufa u.√§. Stellen) darf eine geringe Geb√ľhr durch die Speicherstelle erhoben werden.

F√ľr den Betroffenen ist es - neben der Kenntnis welche Daten gespeichert und verarbeitet werden - eminent wichtig zu erfahren, wer seine Daten und Teile davon erhalten hat, also die regelm√§√üigen Empf√§nger mitgeteilt zu bekommen, damit er auch dort Anspr√ľche geltend machen kann.
Als Datenempf√§nger, die bei einem Auskunftsersuchen zu nennen sind, geh√∂ren grunds√§tzlich alle Datenempf√§nger. Um dies plastisch darzustellen, seien hier solche Empf√§nger beispielsweise aufgez√§hlt, an die man nicht sofort denkt und die f√ľr viele Speicherstellen zutreffen k√∂nnen: Inkassob√ľros, Auskunfteien, Lizenzgeber, Gewerbevereine, Fachverb√§nde, Rechtsanw√§lte, Zentrale zur Bek√§mpfung unlauteren Wettbewerbs, Bundesamt f√ľr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Zoll, Polizei, Adressbuchverlage, Versicherungen, Verlage, Wirtschaftsf√∂rderungsgesellschaften, Messegesellschaften, Datenbankersteller, Meinungsforschungsinstitute ...

An solch einem Praxisfall ist gut zu erkennen, dass man die Auskunft nur dann rechtssicher erteilen kann, wenn eine korrekte und vollst√§ndige Verarbeitungs√ľbersicht gef√ľhrt wird.

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