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Im Juni 2010 wurde die erste Malware entdeckt, die anscheinend speziell zum Befall von Automatisierungsanlagen entwickelt wurde (SCADA-Systeme: System zur Überwachung und Steuerung technischer Prozesse : Supervisory Control and Data Acquisition). Diese Malware wurde STUXNET getauft und in die Klasse der Computerwürmer eingestuft. Stuxnet wurde zuerst unter dem Namen RootkitTmphider beschrieben. Diese Art der Malware unterscheidet sich gravierend von der bis dato bekannten Malware, die den “Verwaltungsbereich” angreift und zu schädigen versucht. Für den “Verwaltungsbereich” gibt es schon viele Jahre ISM-Systeme, wie etwa die ISO 27001 oder den BSI-Grundschutz, mit denen man sich passabel schützen kann. Für den Bereich der Automatisierungsanlagen sind diese ISMS aber nur bedingt anwendbar, da in ersteren die Vertraulichkeit und Integrität der Daten die allerhöchste Priorität besitzen, aber im letzteren Fall die Verfügbarkeit das Wichtigste ist. Erste Empfehlungen zur Informationssicherheit finden wir in der ISA99 (International Society of Automation, USA). Die International Electrotechnical Commission (IEC, Swiss, Genf) hat dann aber den entscheidenden Schritt durchgeführt und die ISA99 in die IEC 62443 überführt, die sehr deutlich die Gemeinsamkeiten und die Differenzen von ISA99 und der ISO 27001 aufzeigt und die grundlegende Struktur der ISO 27001 übernommen hat. Möglicherweise werden die ISO 27001 und die IEC 62443 irgendwann in ferner Zukunft zusammengeführt (Meinung kronsoft) ... aber bei solch riesigen Institutionen werden dabei wahrscheinlich Jahre ins Land gehen. Bis es soweit ist, müssen wir also zwei getrennte Informationssicherheits-Philosophien folgen.
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